Dieser einzigartigen Almflora begegnest Du auf Schritt und Tritt
Rostrote Alpenrose, auch "Almrausch"
genannt Rhododendron ferrugineum Almrausch
BlĂŒtezeit Tauplitzalm: Ende Juni Steht unter Naturschutz
Beschreibung: Bis zu 1m hoher Strauch; wintergrĂŒne, hartlaubige, elliptisch-lanzettliche BlĂ€tter, auf der Unterseite rostbraun; leuchtend rote glockige BlĂŒten in endstĂ€ndigen Doldentrauben. Die wintergrĂŒnen BlĂ€tter benötigen im Winter Schneebedeckung als Schutz vor Trockenheit.
Verbreitung: Diese Art bevorzugt Kalkschutt, Geröll und steinige HĂ€nge. Sie ist auch in lichten Föhren- und LatschenwĂ€ldern anzutreffen. Die Alpenrose gedeiht zwischen einer Höhe von 1400 - 2500 Meter. Diese Gebirgspflanze ist auf die mittleren und östlichen Kalkalpen beschrĂ€nkt und wĂ€chst im Bereich der Waldgrenze und darĂŒber (bis 2300 Meter). Der "Almrausch" bildete ursprĂŒnglich einen schmaler GĂŒrtel oberhalb des Bergwaldes. Wegen der Rodung des Bergwaldes durch den Menschen hat sich der ZwergstrauchgĂŒrtel nach unten ausgedehnt.
Sonstiges: Bei StÀmmchen mit einem Durchmesser von 1-2 cm wurde ein Alter von nahezu 100 Jahren festgestellt.
Schwarzes Kohlröschen,
OrchideengewÀchseNigritella nigra
BlĂŒtezeit Tauplitzalm: Ende Juni Steht unter Naturschutz
Beschreibung: 5-20 cm hoch. BlĂ€tter lanzettlich, grasartig. 20-50 dunkelrote BlĂŒten bilden ein dichtes, pyramidenförmiges Köpfchen. BlĂŒten mit aufwĂ€rts weisender Lippe.
Verbreitung :Auf sonnigen Bergwiesen, Almen, Matten. Von 1400 bis 2400 m Höhe. WĂ€chst auf basen- und kalkreichen, lockeren Böden. ĂuĂerst empfindlich gegen DĂŒngung, verschwindet rasch bei intensiver Nutzung. Im Volksmund auch als MĂ€nnertreu bezeichnet. Die BlĂŒten duften intensiv nach Vanille.
Stengelloser Enzian
Gentiana acaulis
BlĂŒtezeit Tauplitzalm: Ende Juni Steht unter Naturschutz Beschreibung: 5-10 cm hoch. RosettenblĂ€tter 3-10 cm lang. Sehr kurzer Stengel. Einzelne, endstĂ€ndige BlĂŒten. Krone glockig, dunkelblau, 5-6 cm lang, mit breit dreieckigen Zipfeln. Der stengellose Enzian hat olivgrĂŒne LĂ€ngsstreifen an der Innenseite der KronblĂ€tter und breite Buchten zwischen den Kelchzipfeln, die durch ein zartes HĂ€utchen verbunden sind.
Verbreitung: Auf kalkarmen, sauren, humosen Böden. Auf trockenen Matten, Steinböden, Halden, von 1200 bis 2800 m Höhe.
Sonstiges: Schau mal auf die RĂŒckseite der 1-Cent MĂŒnze. Du trĂ€gst bestimmt einen Enzian bei Dir.
LÀrche , FöhrengewÀchse
Larix decidua
BlĂŒht: von MĂ€rz bis Juni,
Samenreife: Oktober - November. Beschreibung: 10-35 m hoch. Baumkrone schlank-kegelförmig. Nadeln sind flach, zu 30-40 in BĂŒscheln an Kurztrieben, diese Nadeln werden im Herbst abgeworfen und tragen zur herrlichen FĂ€rbung des Waldes bei. Samenzapfen eiförmig, 2,5 - 4 cm lang. LĂ€rchen stehen selten alleine. In 1500 m bis 2100 m mit Fichte (bes. auf SteilhĂ€ngen und Blockstandorten), an der Waldgrenze zusammen mit Zirbe.
Verwendung: LĂ€rchenholz eignet sich hervorragend fĂŒr Dachschindeln mit einer Lebensdauer von rund 100 Jahren. Andererseits arbeitet das LĂ€rchenholz sehr stark und eignet sich daher weniger fĂŒr maĂhaltige Bauteile wie Fenster, TĂŒren und Möbelobjekte. Im Möbelbau kommt erschwerend hinzu, dass aus dem LĂ€rchenholz auch im verbauten Zustand noch gerne Harz auslĂ€uft
Sonstiges: Das aus dem LÀrchenharz gewonnene Terpentin wird in der Volksmedizin und Homöopathie gegen Blasen- und Magenleiden verwendet. Einreibungen helfen bei Nervenschmerzen und Hauterkrankungen.
Echter Speik, BaldriangewÀchs
Valeriana celtica
BlĂŒtezeit: Tauplitzalm: ist von Juni bis August Steht bereits seit 1936 unter Naturschutz Beschreibung: Die Staude wird ca. 5 bis 15 cm hoch und verbreitet einen intensiven Baldriangeruch. Am kahlen, aufrechten StĂ€ngel befinden sich 1-2 Blattpaare, welche dunkelgrĂŒn glĂ€nzend sind. Die Krone selbst ist eher gelblich bzw. manchmal rotbraun ĂŒberlaufen.
Verbreitung: Diese Art gedeiht ausschlieĂlich auf kalkfreien Böden in einer Höhe von 1.800 bis 3.300 m. Verwendung: Die Wurzeln dieser Art enthalten besonders viel an Ă€therischen Baldrianöl. FrĂŒher wurde diese Pflanze massenhaft ausgegraben und vor allem in den Orient exportiert. Heute ist dies besonders lizenzierten Bergbauern vorbehalten. Sogar ein eigenes Grabwerkzeug existiert dafĂŒr, das sogenannte Speikkramperl.
Bekannt ist die Verwendung der Pflanze zur Produktion der Speikseife. Er wurde und wird auch als RĂ€ucherwerk, zum WĂŒrzen von Wein und Salben, sowie zum Vertreiben von Motten verwendet.
Sonstiges: Die Speikböden - Alpenwiesen, auf denen die Pflanze auftrat - wurden regelrecht bewirtschaftet, wobei man auf eine ausgiebige Nutzung jahrelange Schonzeiten folgen lieĂ, damit der Bestand sich wieder erholen konnte. "SpeikgrĂ€ber" war ein eigenes Gewerbe, das recht oft dem Landesherrn vorbehalten war. Die Wurzeln wurden auf besonderen Trockenböden gelagert, das Einsperren darin galt als empfindliche Strafe fĂŒr bestimmte Vergehen (Speiksitzen), wobei man den ĂbeltĂ€ter noch lange Zeit spĂ€ter am Geruch erkannte.
Petergstamm, PrimelgewÀchs
Primula auricula
BlĂŒtezeit Tauplitzalm: Ende Juni Steht unter Naturschutz
Beschreibung: Die goldgelben BlĂŒten, die in 4- bis 12-blĂŒtigen Dolden stehen, duften stark und werden ca. 15 bis 25 mm groĂ. BlĂŒtezeit ist von April bis Juni. Die Pflanze selbst wird ca. 5 bis 25 cm hoch und ist somit die gröĂte alpine Primel. Die dicken, Wasser speichernden BlĂ€tter haben eine Wachsschicht, die vor Sonneneinstrahlung schĂŒtzt und die Verdunstung einschrĂ€nkt. Verbreitung: Die Pflanze kommt in den nördlichen Kalkalpen und sĂŒdlichen Kalkalpen nur auf kalkhaltigen Matten und Felsspalten vor und ist in Höhen von 1600 bis 3400 m anzutreffen.
Sonstiges: Hat wĂ€hrend der Eiszeiten Zuflucht in tieferen, geschĂŒtzten Lagen gefunden. Die Aurikel ist an einigen Standorten als Eiszeitrelikt bis heute erhalten. Der Petergstamm ziert die RĂŒckseite der österreichischen 5-Cent-MĂŒnze.
Schnittlauch, ZwiebelgewÀchse
Tauplitzalm: Schnittlauchmoos in der NĂ€he des GroĂsees
Beschreibung: Der Schnittlauch ist eine mehrjĂ€hrige Pflanze und treibt aus einem Wurzelballen lange röhrenformige BlĂ€tter. Schnittlauch wird 15 bis 45 cm hoch und bildet im Sommer violette BlĂŒten.Verbreitung:Schnittlauch ist von Tallagen bis zu einer Höhenlage von 2600 m anzutreffen und bevorzugt Quellmoore, feuchte Wiesen und steinige HĂ€nge. Schnittlauch ist kalkliebend. Es wird vermutet, dass der Schnittlauch ursprĂŒnglich aus Zentralasien kommt. Heute kommt er aber praktisch in den ganzen gemĂ€Ăigten Breiten wild oder verwildert vor.
Inhaltsstoffe: Schnittlauch enthÀlt viel Vitamin A, B und C. Er wirkt bakterienhemmend, anregend auf Appetit und Verdauung und reguliert schonend erhöhten Blutdruck, beugt Tumoren und Blutverklumpung vor und senkt den Cholesterinspiegel. Schnittlauch verhindert die Ansammlung von Wasser im Gewebe und die Bildung von HarnsÀure. Er wirkt schleimlösend und stÀrkt das Verdauungssystem und den Kreislauf.





















